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Angelina

Autor:

Angelina

Datum der Veröffentlichung:

22.07.2026

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Depot für Enkel eröffnen: So legst du heute den Grundstein für die Zukunft deiner Enkelkinder

Depot für Enkel eröffnen: So legst du heute den Grundstein für die Zukunft deiner Enkelkinder

Wenn ein Enkelkind das Licht der Welt erblickt, beginnt für viele Großeltern ein neuer Lebensabschnitt. Man möchte dem Nachwuchs nicht nur Liebe und Zeit schenken, sondern auch eine finanzielle Basis für den späteren Start in das Leben schaffen. Früher war das klassische Sparbuch die erste Wahl für Oma und Opa, doch in Zeiten niedriger Zinsen hat dieses Modell ausgedient. Wer heute ernsthaft für das Enkelkind vorsorgen möchte, kommt am Kapitalmarkt nicht vorbei. Ein Depot für Enkel zu eröffnen, ist heute die effektivste Methode, um langfristig Vermögen aufbauen zu können.

In diesem Ratgeber erfährst du alles, was du über das Junior Depot wissen musst. Wir klären die rechtlichen Bedingungen, zeigen dir die steuerlichen Vorteile auf und vergleichen die besten Anbieter für ein Kinderdepot. Zudem erfährst du, warum ein ETF Sparplan oft die klügere Wahl gegenüber dem Sparbuch ist und wie du mit kleinen Beträgen Großes erreichen kannst.

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Depot für Enkel eröffnen: rechtliche Grundlagen

Ein Junior Depot ist ein Wertpapierdepot im Namen des Kindes, das von den Eltern verwaltet wird. Es eignet sich ideal für eine Geldanlage, die über viele Jahre oder Jahrzehnte laufen soll. Rechtlich gesehen gehört das Vermögen im Depot von Anfang an dem Kind. Das bedeutet für dich als Großelternteil: Du schenkst dem Nachwuchs Geld, das dieser mit Erreichen der Volljährigkeit – also am 18. Geburtstag – zur freien Verfügung hat.

Die Verwaltung des Junior Depots liegt bis zur Volljährigkeit bei den Eltern oder den gesetzlichen Vertretern. Das ist ein wichtiger Punkt, den du im Hinterkopf behalten solltest. Ein Depot für Enkel kannst du nämlich im Regelfall nicht allein eröffnen. Da Minderjährige noch nicht voll geschäftsfähig sind, müssen die gesetzlichen Vertreter den Antrag unterschreiben. Das Depot läuft auf den Namen des Kindes, aber die Eltern führen die Aufsicht über die Transaktionen.

Tipp: Besprich deine Pläne frühzeitig mit den Eltern deines Enkelkindes. Die Eröffnung eines Junior Depots ist umfangreicher als die eines eigenen Depots, weil die gesetzlichen Vertreter, die Eltern, beteiligt sind – eine gute Abstimmung in der Familie ist wichtig.

Junior Depot Vergleich: Wo liegt das Geld deiner Enkel am besten?

Die Auswahl am Markt ist groß. Viele etablierte Banken wie die ING, die Comdirect oder die Sparkasse bieten spezielle Lösungen für Junior Depots an. Auch moderne Broker haben das Thema für sich entdeckt. Ein Junior Depot Vergleich zeigt jedoch deutliche Unterschiede bei den Kosten für die Depotführung und den Gebühren für Sparpläne. Kostenlose Kontoführung bieten heute zum Glück viele Anbieter an, was besonders bei kleinen Sparraten wichtig ist.

Hier sind einige der besten Anbieter für ein Junior Depot im Überblick:

  • Scalable Capital: Das Scalable Kinderdepot ermöglicht den Zugang zu über 2.800 ETFs und 3.000 Aktien ohne Ausführungsgebühr.
  • Trade Republic: Das Kinderdepot von Trade Republic bietet über 2.700 kostenfrei besparbare ETFs und mehr als 3.400 Aktien Sparpläne an. Die intuitive App macht die Verwaltung für Eltern und Großeltern sehr einfach.
  • Finanzen.net Zero: Dieses Depot ermöglicht den Zugang zu über 1.700 kostenlos besparbaren ETFs und knapp 8.000 Aktien Sparplänen. Hier fallen oft keine Ordergebühren an.
  • ING: Das Junior Depot der ING bietet eine kostenlose Depotführung und eine Mindestsparrate von nur 1 € für über 1.100 ETFs. Dies ist ein hervorragender Einstieg für Großeltern, die erst einmal mit kleinen Beträgen starten möchten.
  • Consorsbank: Die Consorsbank erhebt 1,5 % Gebühren für Aktien Sparpläne im Junior Depot, während über 1.900 ETFs ohne Ordergebühr bespart werden können.

Hinweis: Die Mindestsparrate für viele Junior Depots liegt bei nur 1 €, was regelmäßiges Sparen auch mit Kleinstbeträgen ermöglicht. So können Opa und Oma auch mit wenig Geld einen wertvollen Beitrag leisten.

Junior Depot eröffnen: Schritt für Schritt zum ersten Investment

Wenn die Entscheidung für ein Depot gefallen ist, geht es an die Umsetzung. Die Kontoeröffnung erfolgt in der Regel digital über das Internet. Da das Kind jedoch noch keinen Personalausweis besitzt (oder dieser für die Identifikation nicht ausreicht), sind zusätzliche Dokumente erforderlich.

Um ein Junior Depot eröffnen zu können, benötigst du normalerweise:

  • Eine Kopie der Geburtsurkunde des Kindes.
  • Die Ausweisdokumente der gesetzlichen Vertreter.
  • Die Steueridentifikationsnummer des Kindes.

Die Identität der Eltern wird meist über das Postident Verfahren oder per Video-Ident festgestellt. Da beim Post Ident der Gang zur Filiale der Post nötig ist, bevorzugen viele heute die digitale Lösung von Zuhause aus. Nachdem alle Unterlagen geprüft wurden, wird das Depot freigeschaltet. Ab diesem Moment können Großeltern, Paten und Eltern damit beginnen, Geld in Form von Sparplänen oder Einmalanlagen für die Zukunft der Kleinen zu investieren.

Schritt für Schritt zum ersten Investment

Schritt 1: Anbieter auswählen

Vergleiche die Konditionen verschiedener Anbieter. Achte dabei unter anderem auf Depotgebühren, Sparplankosten und die Auswahl an Fonds oder ETFs.

Schritt 2: Online-Antrag ausfüllen

Fülle den Online-Antrag des gewählten Anbieters aus. Dafür benötigst du die Steuer-ID des Kindes.

Schritt 3: Identifikation durchführen

Bestätige deine Identität per Postident- oder Video-Ident-Verfahren.

Schritt 4: Unterlagen einreichen

Reiche die erforderlichen Unterlagen beim Anbieter ein. In der Regel wird eine Kopie der Geburtsurkunde des Kindes benötigt.

Schritt 5: Sparplan einrichten

Wähle die gewünschten Fonds oder ETFs aus und richte den Sparplan ein.

Mit kleinen Beträgen zum großen Vermögen: Zinseszinseffekt

Viele Großeltern denken, sie müssten riesige Summen besitzen, um ein Depot für Enkel eröffnen zu können. Das Gegenteil ist der Fall. Früh sparen lohnt sich, da bereits kleine Beträge über die Zeit zu einer soliden Summe werden können. Der Grund dafür ist der Zinseszinseffekt. Wenn du direkt nach der Geburt beginnst, hat das Geld 18 Jahre oder länger Zeit, um für sich zu arbeiten.

Durch regelmäßige Sparraten, beispielsweise über einen ETF Sparplan, kann über die Jahre eine beträchtliche Summe angesammelt werden. Ein ETF (Exchange Traded Fund) ist kostengünstig und eignet sich besonders gut für den langfristigen Vermögensaufbau von Kindern. Er investiert breit gestreut in ganze Märkte, was das Risiko gegenüber Einzelaktien massiv senkt.

Ein Rechenbeispiel: Wenn du monatlich nur 25 Euro für dein Enkelkind anlegst und wir von einer durchschnittlichen Rendite von 7 % am Aktienmarkt ausgehen, kommt nach 18 Jahren eine Summe von über 10.000 Euro zusammen. Davon sind nur 5.400 Euro eigene Einzahlungen – der Rest ist Gewinn durch die Wertentwicklung.

Steuervorteile beim Junior Depot geschickt nutzen

Ein entscheidender Grund, ein Depot auf den Namen des Kindes zu eröffnen, ist die steuerliche Situation. Kinder können von Freibeträgen profitieren, die Kapitalerträge steuerfrei stellen. Das Vermögen im Junior Depot ist von dem Vermögen der Großeltern steuerlich getrennt. Das bedeutet, dass die Erträge im Depot des Enkels nicht deinen eigenen Freibetrag belasten.

Für das Kind gelten wie für Erwachsene auch steuerliche Freibeträge:

  1. Der Sparerpauschbetrag: Dieser liegt bei 1.000 € pro Jahr. Er wird bei der Berechnung des Einkommens direkt abgezogen.
  2. Der Grundfreibetrag: Er liegt aktuell bei bis zu 12.348 € (Stand 2026). Wenn das Kind keine weiteren Einkünfte hat, bleiben Erträge bis zu dieser Höhe steuerfrei.

Falls der Sparerpauschbetrag in Höhe von 1.000 € nicht ausreicht, kannst du eine Nichtveranlagungsbescheinigung (NV-Bescheinigung) beim Finanzamt beantragen. Durch die gezielte Ausschöpfung dieser Freibeträge lässt sich ein Kinderdepot steuerlich vorteilhaft nutzen.

Depot auf den Namen des Kindes vs. auf eigenen Namen: eine wichtige Entscheidung

Großeltern stehen oft vor der Frage: Soll ich das Geld auf den Namen des Kindes oder auf meinen eigenen Namen anlegen? Diese Entscheidung hat weitreichende steuerliche und rechtliche Folgen.

Anlage auf den Namen des Kindes (Junior Depot):

  • ✔ Volle Ausnutzung der Freibeträge des Kindes.
  • ✔ Das Geld gehört rechtlich dem Enkel und ist bei einer Insolvenz der Großeltern geschützt.
  • ❗ Die Eltern müssen als gesetzliche Vertreter zustimmen.
  • ❗ Mit 18 Jahren hat das Kind vollen Zugriff auf das Geld.

Anlage auf den eigenen Namen:

  • ✔ Ein Depot auf den eigenen Namen ermöglicht eine vollständige Kontrolle über das Vermögen bis zur tatsächlichen Übertragung.
  • ✔ Keine Zustimmung der Eltern nötig.
  • ❗ Die Erträge werden auf den eigenen Sparerpauschbetrag angerechnet.
  • ❗ Im Todesfall fällt das Depot in den Nachlass, was zu Streit führen kann.

Großeltern können jedem Enkelkind alle 10 Jahre bis zu 200.000 € steuerfrei schenken. Das bietet viel Spielraum für größere Geldgeschenke zur Geburt oder zu besonderen Meilensteinen im Leben.

ETF Sparplan: Warum Welt-ETFs für Enkelkinder ideal sind

Für langfristige Sparziele wie die Finanzierung der Ausbildung oder das Studium sind ETF Sparpläne auf Welt-Aktien-ETFs besonders sinnvoll. Diese Produkte sind kostengünstig und breit gestreut. Anstatt auf einzelne Unternehmen zu wetten, investiert dein Enkelkind damit in tausende Firmen weltweit.

Ein ETF Sparplan ermöglicht es, monatlich in die Aktien eines bestimmten Index (wie den MSCI World) zu investieren. Diese Form der Anlage ist für den langfristigen Vermögensaufbau von Kindern wie geschaffen, weil sie Marktschwankungen über die Jahrzehnte einfach aussitzt. Im Vergleich zu einem Sparbuch, das durch die Inflation real an Wert verliert, bieten Aktien ETFs die Chance auf echte Rendite.

Tipp: Viele Familienmitglieder können sich zusammentun. Paten, Onkel und Tanten können durch Geldgeschenke und regelmäßige Beiträge das Vermögen für ein Kind gemeinsam aufbauen. Das gemeinsame Sparen in der Familie fördert zudem frühzeitig das Verständnis und den verantwortungsvollen Umgang mit Geld beim Nachwuchs.

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Die Rolle der Eltern und die Verwaltung des Depots

Wir haben bereits gelernt: Die Verwaltung des Junior Depots liegt bis zur Volljährigkeit bei den Eltern. Das ist eine Vertrauenssache. Die Verwaltung darf nämlich nicht für persönliche Ausgaben der Eltern verwendet werden. Das Geld gehört dem Kind und muss für dessen Wohl angelegt bleiben.

Spätestens vor dem 18. Geburtstag des Enkelkindes sollten sich Großeltern über die nächsten Schritte rund um die Übergabe des Depots informieren. Gleichzeitig lohnt es sich, das Enkelkind frühzeitig an das Thema Geldanlage heranzuführen. Wer versteht, wie ein Depot funktioniert und wie sich das Vermögen über die Jahre entwickelt, baut oft ein besseres Verständnis für den langfristigen Vermögensaufbau auf. So wird das angesparte Geld eher als wertvolle Grundlage für die Zukunft wahrgenommen als für kurzfristige Konsumwünsche.

Wichtig zu wissen: Das Vermögen im Junior Depot steht dem Kind ab dem 18. Lebensjahr uneingeschränkt zu. Die Eltern verlieren dann jegliches Zugriffsrecht.

Das Invest4Kids-Konzept: Alternative für maximale Kontrolle

Was aber, wenn du als Großelternteil Sorge hast, dass das Enkelkind am 18. Geburtstag doch nicht die nötige Reife besitzt, um verantwortungsvoll mit 20.000 Euro oder mehr umzugehen? Hier kommt unser spezielles Konzept ins Spiel. Ein klassisches Junior-Depot bei einer Bank bietet zahlreiche Vorteile, ist jedoch an eine klare gesetzliche Regel gebunden: Mit der Volljährigkeit geht das Depot automatisch auf das Kind über. Bei Invest4Kids kombinieren wir die Vorteile von Aktien ETFs mit einer Struktur, bei der du (oder die Eltern) die Kontrolle behältst. Wir sichern dir ein Bestimmungsrecht, das über den 18. Geburtstag hinausgeht. So stellst du sicher, dass das Ersparte wirklich für das Studium, die Ausbildung oder die erste Wohnung genutzt wird und nicht in einer unüberlegten Phase für Konsum verschwindet.

Außerdem bietet unser Modell zusätzliche Steuervorteile bei der Umschichtung von Fonds. In einem normalen Depot löst jeder Verkauf Steuern aus, wenn die Freibeträge überschritten sind. Bei uns wächst das Kapital steuerfrei weiter, solange es im Vertrag bleibt.

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Fazit: Jetzt den Grundstein für den Erfolg legen

Ein Depot für Enkel zu eröffnen, ist heute eine der besten Möglichkeiten, um langfristig finanzielle Sicherheit für den Nachwuchs aufzubauen. Du nutzt den Zinseszinseffekt optimal aus und profitierst von Steuervorteilen durch den Sparerpauschbetrag und den Grundfreibetrag des Kindes. Auch wenn die Eröffnung etwas aufwendiger ist, weil die Eltern als gesetzliche Vertreter beteiligt werden müssen, lohnt sich dieser Aufwand über die Jahrzehnte.

Ob du dich für ein klassisches Junior Depot bei der ING entscheidest oder ein modernes Depot bei Trade Republic wählst – wichtig ist, dass du anfängst. Geldgeschenke zur Geburt, zu Weihnachten oder zum Geburtstag sind in einem ETF Sparplan deutlich besser aufgehoben als auf einem Sparkonto oder unter dem Kopfkissen.

Wenn du Wert darauf legst, dass das Vermögen auch über den 18. Geburtstag hinaus geschützt bleibt und du die Kontrolle behalten möchtest, dann lass dich von uns beraten. Wir helfen dir dabei, die optimale Sparform für deine Enkelkinder zu finden, damit dein Beitrag wirklich Früchte trägt.

„Wissen, was zählt: Plane jetzt die finanzielle Zukunft deiner Familie.“

Häufige Fragen zum Thema Depot für Enkel eröffnen

Im Folgenden werden die meistgestellten Fragen zum Thema kompakt beantwortet.

Kann ich als Oma ein Depot für mein Enkelkind ohne die Eltern eröffnen?
Nein, bei klassischen Banken und Brokern ist das rechtlich nicht möglich. Die Eltern müssen als gesetzliche Vertreter den Antrag unterschreiben und sich per Postident Verfahren oder Video-Ident legitimieren.
Welcher Betrag ist für einen Sparplan sinnvoll?
Dank der niedrigen Mindestsparraten bei Anbietern wie der ING oder Scalable kannst du schon ab 1 Euro pro Monat starten. Üblich sind bei Großeltern oft Beträge zwischen 25 und 50 Euro monatlich.
Was passiert, wenn ich die Sparrate nicht mehr zahlen kann?
Ein ETF Sparplan ist flexibel. Du kannst die Raten jederzeit anpassen, erhöhen oder auch komplett aussetzen. Es gibt keine Verpflichtung, die Zahlungen über die gesamte Laufzeit durchzuziehen.
Sind ETFs für Kinder nicht zu riskant?
Aktien unterliegen Schwankungen, das ist richtig. Da der Anlagehorizont bei Enkelkindern aber meist über 15 Jahre liegt, haben sich Markteinbrüche in der Vergangenheit immer wieder ausgeglichen. Historisch gesehen ist das Risiko eines Verlusts bei einer Haltedauer von über 15 Jahren am Aktienmarkt nahezu null.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine individuelle Anlage- oder Steuerberatung dar. Beispielhafte Rechnungen sind keine Prognose und keine Garantie. Wertpapieranlagen unterliegen Risiken bis zum Totalverlust.
Angelina

Autor:

Angelina

Datum der Veröffentlichung:

22.07.2026

Lesezeit:

11 Minuten

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